Familie

Ausflugsziele für Familien im Mansfelder Land

Familienausflüge im Mansfelder Land: Dampfbahn, Baden am Süßen See, Europa-Rosarium, Mammut im Spengler-Museum und Bergbaugeschichte im Mansfeld-Museum.

Foto: Salicyna / Wikimedia Commons · CC BY-SA 4.0

Ausflugsziele für Familien im Mansfelder Land gibt es reichlich, und das Schöne daran: Viele liegen so nah beieinander, dass sich Dampfbahn, Badesee und Museum locker an einem Wochenende verbinden lassen. Die Kulturlandschaft im östlichen Harzvorland zwischen Harz und Halle (Saale) bietet Kindern wie Eltern eine Mischung aus Natur, Technikgeschichte und jeder Menge Platz zum Toben. Hier kommen fünf Ziele, die bei Familien besonders gut ankommen.

Lohnt sich eine Fahrt mit der Mansfelder Bergwerksbahn mit Kindern?

Für technikbegeisterte Kinder ist die Mansfelder Bergwerksbahn ein echtes Highlight. Es handelt sich um die älteste betriebsfähige Schmalspurbahn Deutschlands mit der Spurweite 750 Millimeter. Ihr Netz besteht seit dem 15. November 1880, und heute lässt sich die rund 11 Kilometer lange Strecke zwischen Benndorf und Hettstedt mit einer historischen Dampflok befahren.

Eine Fahrt durch das ehemalige Bergbaurevier ist ein kleines Abenteuer: zischender Dampf, das Tuckern der Lok und Ausblicke auf die markante Landschaft. Kinder dürfen oft die alten Waggons erkunden, und der Fahrtwind macht aus der gemütlichen Runde ein Erlebnis, das hängen bleibt. Weil die Museumsbahn an bestimmten Tagen und zu Saisonzeiten fährt, lohnt sich ein Blick auf den Fahrplan vorab. Aktuelle Fahrtage und Preise bitte vor dem Besuch beim Anbieter prüfen.

Wo kann man im Mansfelder Land mit der Familie baden?

Wenn es draußen warm wird, führt der Weg zum Süßen See bei Seeburg. Er ist das größte natürliche Gewässer der Region: rund 250 Hektar groß und etwa 4,9 Kilometer lang. Damit ist er der natürliche Mittelpunkt für alle, die im Sommer ins kühle Nass wollen.

Am Süßen See lässt sich nicht nur baden, auch Segeln und Surfen sind möglich, und rund um das Ufer laden Radwege zu entspannten Touren ein. Familien finden hier flache Uferbereiche, Wiesen für ein Picknick und genug Raum, um einen ganzen Tag zu verbringen. Rund um den See wird übrigens auch Wein angebaut, denn die Region gehört zum Weinbaugebiet Saale-Unstrut. Der einst benachbarte Salzige See wurde Ende des 19. Jahrhunderts trockengelegt, sodass der Süße See heute als Badesee allein die Bühne hat.

Was macht das Europa-Rosarium in Sangerhausen besonders?

In der Kreisstadt Sangerhausen wartet ein Ziel, das selbst skeptische Kinder beeindruckt: das Europa-Rosarium, die größte Rosensammlung der Welt. Gegründet wurde es 1903, und heute wachsen hier mehr als 8.700 verschiedene Rosensorten und -arten mit rund 80.000 Rosenstöcken auf einer weitläufigen Parkfläche.

Für Familien ist der Park mehr als nur ein Blütenmeer. Die großzügigen Wege laden zum Bummeln ein, es gibt schattige Plätze und viel Raum zum Entdecken. Zur Rosenblüte im Frühsommer entfaltet sich hier ein Farben- und Duftspektakel, das Groß und Klein staunen lässt. Da sich Öffnungszeiten und Eintrittspreise je nach Saison ändern, prüfst du aktuelle Öffnungszeiten und Preise am besten vorab direkt beim Anbieter.

Gibt es im Mansfelder Land ein echtes Mammut zu sehen?

Tatsächlich ja, und das macht das Spengler-Museum in Sangerhausen für Kinder so spannend. Das Museum zeigt das Skelett eines Altmammuts beziehungsweise Steppenmammuts (wissenschaftlich Mammuthus trogontherii), das im Volksmund gern „Steppenelefant” genannt wird. Vor so einem urzeitlichen Riesen zu stehen, hinterlässt bei jungen Besuchern garantiert Eindruck.

Das Museum verbindet damit Naturgeschichte zum Anfassen mit einem überschaubaren Rundgang, der auch für kleinere Kinder gut zu schaffen ist. Ein Mammut, das mehrere Hunderttausend Jahre alt ist, bringt Erdgeschichte greifbar nah. Auch hier gilt: Aktuelle Öffnungszeiten und Preise bitte vor dem Besuch beim Anbieter prüfen, denn sie können sich saisonal unterscheiden.

Warum lohnt sich ein Besuch im Mansfeld-Museum?

Das Mansfelder Land ist ohne seine Bergbaugeschichte kaum zu denken: Rund 800 Jahre lang wurde hier Kupferschiefer abgebaut, bis der Bergbau am 10. August 1990 endgültig stillgelegt wurde. Wer dieser Geschichte nachspüren will, ist im Mansfeld-Museum im Humboldt-Schloss im Ortsteil Burgörner richtig.

Das Museum zeigt einen funktionsfähigen Nachbau einer Dampfmaschine wattscher Bauart. Das ist kein Zufall, denn die erste Dampfmaschine dieser Bauart auf dem europäischen Festland ging 1785 in Hettstedt in Betrieb. Für Kinder ist eine bewegte Maschine, die zischt und arbeitet, viel anschaulicher als jede Tafel. Drumherum erzählt das Museum von den Menschen, die unter Tage arbeiteten, und von den charakteristischen Spitzkegelhalden, die als „Pyramiden des Mansfelder Landes” bis zu rund 130 Meter aufragen.

Wie lassen sich die Ausflüge gut kombinieren?

Das Praktische am Mansfelder Land: Die Wege sind kurz. Ein Vormittag an der Bergwerksbahn, mittags ein Sprung in den Süßen See und nachmittags Rosenduft oder Mammut in Sangerhausen, das passt gut in ein Familienwochenende. Wer mehr Zeit hat, ergänzt einen Abstecher in die Lutherstadt Eisleben, wo Martin Luther 1483 geboren wurde und 1546 starb, und entdeckt die UNESCO-Welterbe-Stätten der Region.

Wenn ihr über Nacht bleiben wollt, findet ihr in den größeren Orten passende Unterkünfte. Eine Übersicht haben wir auf unserer Seite zu den besten Hotels im Mansfelder Land zusammengestellt. So wird aus einzelnen Ausflugszielen ganz entspannt ein kleiner Familienurlaub im östlichen Harzvorland.

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