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Sangerhausen: Rosenstadt und Kreisstadt am Südharz

Sangerhausen entdecken: Europa-Rosarium mit der größten Rosensammlung der Welt, das Mammut im Spengler-Museum, Goldene Aue, Bergbau und Anreise.

Foto: Tilman2007 / Wikimedia Commons · CC BY-SA 3.0

Sangerhausen ist die Kreisstadt des Landkreises Mansfeld-Südharz und mit 25.163 Einwohnern (Stand 31.12.2025) die größte Stadt der Region. Wer Sangerhausen besucht, kommt meistens wegen der Rosen, denn hier wächst die größte Rosensammlung der Welt. Aber die Stadt am Rand der Goldenen Aue hat noch mehr zu bieten: ein Mammut, eine lange Bergbaugeschichte und gute Verkehrsanbindungen Richtung Harz und Halle.

Was macht das Europa-Rosarium so besonders?

Das Europa-Rosarium ist das Wahrzeichen von Sangerhausen und der Grund, warum die Stadt oft schlicht “Rosenstadt” genannt wird. Gegründet wurde es 1903, und es gilt heute als die größte Rosensammlung der Welt. Auf dem weitläufigen Gelände wachsen rund 8.600 verschiedene Rosensorten in etwa 80.000 Stöcken, von historischen Wildrosen über alte Gartenrosen bis zu modernen Züchtungen.

Die schönste Zeit für einen Besuch ist meist von Juni bis in den Spätsommer, wenn der Großteil der Sorten blüht. Weil sich die Blütezeit je nach Witterung verschiebt und sich der Bestand laufend verändert, lohnt sich vorab ein Blick auf europa-rosarium.de. Aktuelle Öffnungszeiten und Preise bitte ohnehin vor dem Besuch beim Anbieter prüfen, da sie saisonal variieren können.

Für Gartenfreunde ist das Rosarium eine echte Schatzkammer, denn viele der gesammelten Sorten sind anderswo kaum noch zu finden. Hierher kommen Züchter, Botaniker und einfach Menschen, die einen ruhigen Nachmittag zwischen duftenden Beeten verbringen wollen.

Warum steht in Sangerhausen ein Mammut?

Etwas weniger duftend, aber mindestens genauso eindrucksvoll ist das Spengler-Museum. Sein berühmtestes Ausstellungsstück ist das Skelett eines Altmammuts beziehungsweise Steppenmammuts (wissenschaftlich Mammuthus trogontherii), das im Volksmund auch gern “Steppenelefant” genannt wird. Solche Funde erinnern daran, dass durch die Region vor vielen Jahrtausenden riesige Tiere zogen.

Das Spengler-Museum verbindet Naturkunde mit Stadt- und Regionalgeschichte und ist damit ein guter zweiter Programmpunkt nach dem Rosarium, besonders an Regentagen. Auch hier gilt: aktuelle Öffnungszeiten und Preise bitte vor dem Besuch beim Anbieter prüfen.

Was hat Sangerhausen mit dem Bergbau zu tun?

Sangerhausen liegt mitten in einer Landschaft, die fast 800 Jahre lang vom Kupferschieferbergbau geprägt war. Im gesamten Mansfelder Land wurde Kupferschiefer abgebaut, bis der Bergbau am 10. August 1990 endgültig stillgelegt wurde. Sichtbares Erbe sind bis heute die markanten Spitzkegelhalden, die bis zu rund 130 Meter hoch aufragen und liebevoll “Pyramiden des Mansfelder Landes” genannt werden.

Wer tiefer in diese Geschichte eintauchen möchte, findet rund um Sangerhausen zahlreiche Spuren. Die Bergbautradition lässt sich besonders gut bei einer Fahrt mit der historischen Mansfelder Bergwerksbahn erleben, der ältesten betriebsfähigen Schmalspurbahn Deutschlands. Auch der Kupferspuren-Radweg führt entlang dieser industriegeschichtlichen Hinterlassenschaften durch die Region.

Was ist die Goldene Aue?

Westlich und südlich von Sangerhausen breitet sich die Goldene Aue aus, eine fruchtbare Niederung am Fuß des Südharzes. Der Name spricht für sich: Die guten Böden machten die Gegend früh zu einer wichtigen Anbaufläche. Heute ist die Goldene Aue eine flache, weite Landschaft, die sich gut zum Radfahren und für entspannte Spaziergänge eignet.

Sangerhausen sitzt damit an einer reizvollen Schnittstelle: im Norden und Westen der Harz mit seinen Wäldern und Hügeln, im Osten die offene Ebene Richtung Halle (Saale). Diese Lage macht die Stadt zu einem guten Ausgangspunkt für Touren in beide Richtungen.

Wie kommt man nach Sangerhausen?

Sangerhausen ist verkehrsgünstig gelegen. Über die Südharzautobahn A38 ist die Stadt gut mit dem Auto erreichbar, sowohl aus Richtung Göttingen im Westen als auch aus Richtung Halle und Leipzig im Osten. Wer aus dem Mansfelder Land kommt, erreicht Sangerhausen problemlos über die regionalen Bundesstraßen.

Auch per Bahn ist die Anreise unkompliziert: Sangerhausen liegt an Bahnstrecken, die die Stadt mit Halle (Saale), Erfurt und Nordhausen verbinden. Vom Bahnhof aus sind das Stadtzentrum und das Europa-Rosarium gut zu erreichen. Wer mehrere Ziele in der Region kombinieren möchte, kann Sangerhausen bequem als Basislager nutzen.

Was lässt sich von Sangerhausen aus noch erkunden?

Sangerhausen ist ein guter Startpunkt, um das gesamte Mansfelder Land kennenzulernen. Nicht weit entfernt liegt die Lutherstadt Eisleben, Geburts- und Sterbeort Martin Luthers, deren Luthergedenkstätten seit 1996 zum UNESCO-Welterbe gehören. Für einen Badetag oder eine Radtour bietet sich der Süße See bei Seeburg an, das größte natürliche Gewässer der Region.

Wer länger bleiben möchte, findet in und um Sangerhausen passende Unterkünfte. Einen Überblick gibt unsere Auswahl der besten Hotels im Mansfelder Land. Ob Rosenduft, Mammutskelett oder Bergbaugeschichte: Sangerhausen verbindet auf kleinem Raum erstaunlich viele Themen und ist damit ein lohnendes Ziel für ein Wochenende im Südharz.

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